Gerade Eltern kleiner Kinder ermöglicht unsere Tagesklinik eine intensive Behandlung, ohne dass sie sich stationär aufnehmen lassen müssen — abends und am Wochenende sind sie zu Hause bei ihrer Familie.

Im Hochsommer fällt in Braunschweig aber vieles zusammen: die VW-Werksferien, die Schließzeiten der Kitas, die Schulferien. Für viele unserer Patientinnen und Patienten mit Familie gibt es dann schlicht keine Kinderbetreuung — und damit keine Möglichkeit, zu uns zu kommen. Und weil wir ohnehin nur eine kleine Gruppe von acht bis zwölf Menschen behandeln, bleibt in diesen Wochen kaum jemand übrig.

Da wir in dieser Zeit den tagesklinischen Betrieb nicht aufrechterhalten können, nutzen wir die Zeit für eine Art Inventur: Wir gehen unser therapeutisches Programm durch, überarbeiten und planen. Danach sind wir wieder frisch für Sie da.

Für diejenigen, die sich aktuell bei uns in Behandlung befinden und weiterhin intensive Behandlung benötigen, stellen wir alternative Lösungen wie ein intensives individuelles Programm bereit oder suchen gemeinsam nach externen Lösungen.

Das Wichtigste zur Schließzeit

Zeitraum

Vom 13. Juli bis einschließlich 2. August findet keine reguläre tagesklinische Behandlung statt. Ab Montag, dem 3. August, sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.

Ärztliche Anliegen

Bitte klären Sie alle ärztlichen Anliegen — Rezepte, Bescheinigungen, medizinische Rückfragen — noch in der Woche vom 6. bis 10. Juli im Rahmen der Visiten. Während der Schließzeit besteht keine ärztliche Erreichbarkeit. Bei somatischen Beschwerden wenden Sie sich in dieser Zeit bitte an Ihre Hausarztpraxis oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Psychotherapeutische Krisenerreichbarkeit

In den ersten beiden Wochen der Schließzeit ist das Team vor Ort und für akute psychotherapeutische Krisen eingeschränkt erreichbar. Der Kontakt läuft über die arzt-direkt-App (Zollsoft), über die Sie mit uns verknüpft sein müssen.

Wichtig: Zum 1. Juli sind wir auf einen neuen Server umgezogen. Dadurch funktionieren die zuvor bestehenden Verbindungen über arzt-direkt nicht mehr. Wenn Sie schon einmal mit uns verknüpft waren, richten Sie die Verknüpfung mit dem ZfsG bitte einmal neu ein, damit Sie uns in der Schließzeit erreichen können.

In der letzten Woche ist auch das Team nicht vor Ort. Für Patientinnen und Patienten, die es brauchen, erarbeiten wir dafür vorab einen persönlichen Notfallplan.

Diese Erreichbarkeit ist ausschließlich für akute Krisen gedacht und ersetzt keine reguläre Behandlung. Wenden Sie zunächst die in Ihrem Notfallplan erarbeiteten Strategien an — spitzt sich eine Krise dennoch zu, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, statt damit allein zu bleiben.

Im Notfall

Bei einer akuten psychischen oder medizinischen Notlage — insbesondere bei akuter Suizidalität oder wenn Sie sich selbst nicht mehr sicher fühlen — wenden Sie sich bitte umgehend an:

  • 112 Rettungsdienst — bei akuten medizinischen Notfällen oder akuter Eigen- bzw. Fremdgefährdung
  • 116 117 Ärztlicher Bereitschaftsdienst — außerhalb der regulären Sprechzeiten
  • 0531 595-2284 Psychiatrische Notfall-Ambulanz (24 Stunden), Städtisches Klinikum Braunschweig, Fichtengrund 1 — auch 0531 595-2871
  • 0531 470-7272 Sozialpsychiatrischer Dienst der Stadt Braunschweig
  • 0531 470-7777 Psychosozialer Krisendienst — Fr und Sa 15–22 Uhr, So und Feiertage 15–20 Uhr
  • 0800 111 0 111 TelefonSeelsorge — kostenfrei und anonym, rund um die Uhr (auch 0800 111 0 222 und 116 123)

Wir wünschen Ihnen eine gute Sommerzeit und freuen uns darauf, Sie ab August wieder bei uns zu begrüßen.

Ihr Team des Zentrums für seelische Gesundheit Braunschweig