Zwischen den Jahren steht die Zeit für einen Moment still — ein seltener Zwischenraum, den das Jahr sonst nicht kennt. Ihn zu nutzen heißt nicht, faul herumzuliegen, sondern Dinge zu tun, die den eigenen Werten entsprechen. Wer sich Zeit für die Menschen nimmt, die ihm wichtig sind, kommt gerade dadurch zur Ruhe — auch wenn es anstrengt: Er hat Zeit für das, was zählt.

Die Tage eignen sich, um Ankerpunkte zu setzen. Wer ist mir wichtig? Welche Kontakte tun mir gut? Was hat mir im vergangenen Jahr gefehlt? Und es hilft, dabei die Kontrolle loszulassen — einfach da zu sein, mit bestimmten Menschen, an einem Ort, ohne alles fortwährend reflektieren zu müssen.

Und die guten Vorsätze? Am besten keine. Sie nehmen uns den Druck, der Veränderung überhaupt erst antreibt. Wirksamer ist, der einen Sache nachzugehen, die einen wirklich ärgert oder traurig macht — es sind die unbequemen Gefühle, die uns bewegen, etwas zu ändern.

Zum ganzen Beitrag bei Deutschlandfunk Nova: „Zwischen den Jahren: auf die eigenen Werte besinnen und entschleunigen".